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ENERGIEBERATUNG

Vor Ort Energieberatung

Vor Ort Energieberatung
Wir stellen für Sie den Antrag auf Zuschuss für die Vor-Ort-Beratung. Wir analysieren Ihre Gebäude und machen Vorschläge für die kostengünstige Sanierung. Gründliche Überlegung und Planung ist die Vorraussetzung für eine gute Verbesserung der bestehenden Bebauung.

Ältere Häuser: Energie sparen
Der fachkundige Berater ermittelt zuerst die Energieverluste

Die Tage werden länger, die Knospen sprießen – Zeit für den Frühjahrsputz! Beim Versuch, alles im Haus wieder wie neu zu machen, sollte man jedoch nicht nur Teppiche ausklopfen und Fenster polieren, sondern auch mal das Haus als Ganzes unter die Lupe nehmen. Der nächste Winter kommt bestimmt, und mit ihm die Heizkosten, die bei vielen jedes Jahr höher werden. Mit einer „Energiediagnose“ durch einen fachkundigen Spezialisten könnte man zunächst die Schwachpunkte des Gebäudes aufzeigen lassen. Solch eine Energiediagnose ist auch Teil des Altbaumodernisierungs-Programms, das auf Initiative des Wirtschaftsministeriums umgesetzt wird. Durch umfassende und objektive Informationen sollen Haus- und Wohnungseigentümer bei der Entscheidung, eine energetische Modernisierung vorzunehmen, unterstützt werden.

Verblüffende Ergebnisse einer Energiediagnose
Nachdem die Eigentümer eines komfortablen Einfamilienhauses in ansprechender Wohnlage von der „Vor-Ort-Beratung“ gehört hatten, wollten Sie der Sache „auf den Grund“ gehen und erfahren, wie es um die Energiewerte in ihrem 1951 erbauten Haus steht, zumal ihnen der jährliche Ölverbrauch von 6.000 Litern für die 160 qm beheizte Wohnfläche sehr hoch vorkam. Auf der Internet-Seite des „Bundesamtes für Wirtschaft“ fanden sie den Namen eines Gebäudeenergieberaters, mit dem sie einen „Ortstermin“ vereinbarten. Im Vorgespräch wurde abgeklärt, wann das Haus gebaut wurde, wie viel Personen es bewohnen und wie das Nutzungsverhalten der Bewohner ist. Beim Rundgang begutachtete der Experte den Allgemeinzustand des Hauses und wies auf „alte“ bauliche Besonderheiten hin, so auf die damals übliche Konstruktion des Balkons und der Außensimse, die direkt in die Wand eingelassen wurden. An diesen Stellen entstehen die so genannten Wärmebrücken, die dazu führen, dass die Innenwandtemperatur dort bis zu 2 Grad Celsius niedriger sein kann.

Ein Drittel weniger Energie mit richtiger Außenhülle
Mit einer ordentlichen Wärmedämmung der gesamten Außenhülle wäre in diesem Einfamilienhaus die größte Energieeinsparung zu erreichen. Immerhin, so errechnete der Energieberater, könne am untersuchten Haus durch das Aufbringen einer 140 mm dicken, qualitativ hochwertigen Dämmschicht eine Energieeinsparung von 35% erzielt werden. Zum Bedauern der Eigentümer ist es dazu jetzt zu spät, da das Haus erst vor vier Jahren neu verputzt und gestrichen wurde – allerdings ohne Außendämmung. „Schade, dass es damals die „Vor-Ort-Energieberatung“ noch nicht gab, sonst hätten wir uns bestimmt für die Außendämmung entschieden“, bedauern heute die Eigentümer die verpasste Chance.

In den zwei bewohnten und beheizten Geschossen untersuchte der Energieexperte dann die Fensterkonstruktion und ermittelte die gesamte Fensterfläche. Bei den Fenstern handelt es sich noch um die Originalbauteile, bestehend aus den typischen Doppelfenstern, die zwar optisch in einem sehr guten Zustand sind, aber den heute zulässigen Wärmeschutzwert von modernen Fensterkonstruktionen nicht erreichen. Die Energieverluste entstehen zum einem am Fensterrahmen und zum anderen durch die Verglasung. Durch die Ritzen wird die warme Luft nach außen gezogen und die kalte Luft dringt nach innen. Auf diese Weise findet ein ständiger Luftaustausch statt, der zwar dem Wohnklima durchaus zuträglich, dem Energieverbrauch aber abträglich ist. Sehr viel energiesparender wären hier Fenster mit einer Wärmeschutzverglasung und richtiges Stoßlüften.

Energiediagnose auch in Keller und Dachgeschoss
Auch die nicht genutzten Räume werden beim Energiesparcheck „unter die Lupe“ genommen. So stieg der Energieberater über die alte Holztreppe ins Dachgeschoss, wo ein frischer Wind durch die Ziegelsteine pfiff. Mit einem Blick sah der Fachmann, dass der Dachboden, die so genannte oberste Decke, überhaupt keine Wärmedämmung aufweist. Hier kann Handlungsbedarf entstehen, da die Energieeinsparverordnung in bestimmten Fällen eine Nachrüstung fordert. Der Energieberater erklärte den Eigentümern, was sie tun müssen, um zu einem besseren Wärmeschutz zu kommen. Wenn das Dachgeschoss nicht genutzt werden soll, würde eine Dämmung mit Polyurethan-Hartschaum und begehbaren Spannplatten ausreichen. Ansonsten sei eine Zwischensparrendämmung und zusätzlich eine Untersparrendämmung zu empfehlen. Dann könne man das Dachgeschoss wohnlich nutzen. Sehr viel aufwändiger sei es dagegen, eine Aufdachdämmung vorzunehmen. Dies sei erst dann sinnvoll, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt werden müsse.

Der letzte Checkpunkt zum Abschluss der Ist-Analyse war die Heizanlage im Keller des Hauses – der zweite große Energieverschwender. Die Abgaswerte der 1975 eingebauten Anlage entsprechen zwar noch den derzeit gültigen Grenzwerden, doch der effektive Wirkungsgrad zwischen der im Brenner erzeugten Wärme und der tatsächlich genutzten Wärme liegt nur bei etwa 70% , während neue Heizanlagen 90-95% erreichen. Die anschließenden Berechnungen ergaben, dass sich durch eine neue Heizanlage rund 27% der im Haus derzeit noch benötigten Energie einsparen ließe.

Zum guten Schluss: der Auswertungsbericht
Nach der sorgfältigen „Vor-Ort-Analyse“ konnte der Gebäudeenergieberater dann mit einem speziell entwickelten Software-Programm einen aussagefähigen Auswertungsbericht erstellen, der neben dem Ist-Zustand den optimierten Soll-Zustand darstellt. Es wird aufgezeigt, wo die Hauptenergieverluste liegen und wie hoch die Energie- und die CO2 -Einsparungen pro Jahr sein könnten. Das errechnete Energieeinspar-Potential läge – sofern alle empfohlenen Maßnahmen durchgeführt würden – bei 81%! Würde man nur den beiden größten Energieräubern – den Außenwänden und der Heizungsanlage – zu Leibe rücken, wäre bereits mit einer Einsparung von 60% eine deutliche Entlastung der Energiekosten zu spüren. „Mit soviel Sparmöglichkeit hätten wir niemals gerechnet“, so die überraschten Eigentümer. „Beim nächsten fälligen Renovierungsschritt werden wir diesmal bestimmt auf die richtige Energie einsparende Maßnahme achten.“ Die Kosten für einen fachmännisch durchgeführten Energiesparcheck, der „vor Ort“ etwa drei Stunden dauert, werden vom Ministerium für Wirtschaft bezuschusst. Der Eigenanteil des Eigentümers beträgt bei Ein- und Zweifamilienhäusern € 550. Mit Sicherheit eine lohnende Investition in die Zukunft.

Netzwerk Bauen und Energie

Bayerisches Energieforum

Bayern Innovativ

Impulsprogramm Hessen

Bundesamt für Wirtschaft




 
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